Das Wichtigste in Kürze
Ob ein ERP-System passt, entscheidet sich an wenigen Stellen Ihrer Prozesse, die in keiner Demo vorkommen. Herstellerneutral heißt, dass diese Stellen den Ausschlag geben und nicht das Portfolio dessen, der berät.
Warum jeder Anbieter „Ja“ sagt
„Können Sie Chargenrückverfolgung?“ Auf diese Frage antwortet jeder Anbieter mit „Ja“, und er hat damit meistens recht. Irgendeine Form der Rückverfolgung bringt jedes ernstzunehmende System mit. Die Frage, die zählt, ist eine andere: wie?
Im Standard, mit ein paar Einstellungen, über eine zertifizierte Branchenlösung oder erst über eine Eigenentwicklung. Das sind vier sehr verschiedene Antworten auf dieselbe Frage, und sie unterscheiden sich im Preis wie im Risiko. Was im Standard läuft, wandert mit jedem Release mit. Was eigenentwickelt ist, muss bei jedem Update getestet und oft erneut angefasst werden.
Dasselbe gilt für fast jede Anforderung, die Ihr Unternehmen wirklich prägt. Eine Demo zeigt den geraden Durchlauf: Auftrag erfassen, liefern, fakturieren. Interessant wird es bei der Teillieferung an zwei Adressen mit einer Rechnung, bei der Rückware mit Gutschrift über den Jahreswechsel, beim Kunden, der über eine Einkaufsgenossenschaft bestellt, aber selbst abruft und selbst reklamiert. Diese Fälle entscheiden die Auswahl, und sie stehen in keinem Prospekt.
Woran sich Eignung entscheidet
In jedem Auswahlprojekt gibt es eine überschaubare Zahl von Stellen, an denen die Systeme wirklich auseinandergehen. Sie zu finden ist der eigentliche Teil der Arbeit; alles andere lässt sich vergleichen, ohne viel zu lernen. Erfahrungsgemäß liegen diese Stellen in denselben Bereichen.
Die Abweichungen in Ihren Prozessen
Jedes System beherrscht den geraden Durchlauf. Ob es passt, zeigt sich an den Sonderfällen, die bei Ihnen täglich vorkommen und bei anderen nie.
Ihre Branche
Chargenrückverfolgung, Variantenfertigung, Einkaufsbudgetplanung im Handel: Branchenfunktionen trennen den Markt schneller als alles andere, weil sie sich schlecht nachbauen lassen.
Ihre übrige Systemlandschaft
Das ERP steht nie allein. Wie gut es sich mit CRM, Shop, Lagerverwaltung und Fertigungssteuerung verträgt, bestimmt laufende Kosten, die in keinem Lizenzangebot auftauchen.
Ihre Struktur
Mehrere Gesellschaften, Standorte oder Länder verändern die Anforderungen an Konsolidierung, Intercompany-Verrechnung und Berechtigungen grundlegend. Wachstumspläne gehören hier auf den Tisch.
Aus diesen Stellen entsteht der Kriterienkatalog: jede Anforderung mit einer Priorität und einem Gewicht, jede Bewertung mit der Angabe, über welchen Weg ein System sie löst. Zwei Dinge bleiben dabei außerhalb der Punktzahl. Ein vorab gesetztes K.O.-Kriterium, das ein System nicht abdeckt, schließt es aus, auch wenn es in der Summe vorn liegt. Und die Kosten werden getrennt als 5-Jahres-TCO gerechnet, damit ein günstiges Angebot keine fachliche Lücke überdeckt.

Wessen Interesse in der Empfehlung steckt
Vier Wege führen zu einer ERP-Entscheidung, und jeder kann funktionieren. Sie unterscheiden sich darin, wer die Kandidaten auswählt und woran derjenige verdient. Ein Systemhaus kennt sein Produkt genau und führt es oft hervorragend ein; seine Empfehlung endet aber am eigenen Portfolio. Die ICB GmbH verkauft keine Lizenzen und erhält keine Provisionen von ERP-Anbietern, am Markt sind wir seit 2000.
| Dimension | ICB · SPARK® 2.0 | Systemhaus | Großberatung | Internes Projekt |
|---|---|---|---|---|
| Interesse | Honorar nach Aufwand, keine Provisionen, kein Lizenzgeschäft | Marge auf Lizenzen und Umsetzung des eigenen Systems | Tagessätze, große Teams, breiter Auftrag | Keine externen Kosten, dafür interne Kapazität |
| Marktsicht | Gesamtes relevantes Marktsegment, KI-gestützt recherchiert | Das eigene Produktportfolio | Breit, im Mittelstand oft weniger detailliert | Begrenzt auf bekannte Anbieter |
| Ergebnis | Entscheidungsvorlage inkl. TCO, Phasenplan und Risikoregister | Angebot für ein System | Strategiepapier, Umsetzung meist bei Dritten | Anbietervergleich in Excel, selten gewichtet |
| Dauer | 6 bis 8 Wochen | Angebot in Tagen, ohne eigene Analyse | 3 bis 6 Monate | Häufig über 6 Monate, parallel zum Tagesgeschäft |
Was KI dabei für Sie leistet
Den Markt zu sichten, Herstellerunterlagen durchzuarbeiten und Anforderungen zu sortieren, kostet viel Zeit und verlangt wenig Urteil. Diese Arbeit übernehmen KI-Agenten in 6 von 7 Schritten des Vorprojekts.
Für Sie ändert das vor allem den Aufwand: Ihre Fachbereiche schildern ihre Abläufe in einem moderierten Termin, alles Weitere entsteht daneben. Und die Vorauswahl bildet den Stand am Tag Ihrer Entscheidung ab, nicht den vom Projektbeginn.
Bewerten und entscheiden bleiben menschlich; jede Shortlist geht über den Tisch eines Beraters, bevor sie Ihnen vorliegt. Die Daten werden DSGVO-konform in der EU verarbeitet, unter Geheimhaltungsvereinbarung und ohne Modelltraining mit Ihren Daten.
SPARK® 2.0: Auswahl und Planung in einem Vorprojekt
Die Eignungsfrage lässt sich nicht nebenbei beantworten, und sie endet auch nicht mit einem Systemnamen. Wer weiß, welches ERP passt, braucht als Nächstes eine Architektur, einen Phasenplan und eine Zahl, die vor dem Beirat trägt. Genau dafür ist SPARK® 2.0 gebaut: das ERP-Vorprojekt der ICB GmbH, in dem Marktanalyse, Systemauswahl und Projektplanung zusammen laufen statt in drei getrennten Aufträgen.
Drei Phasen, die sich überlappen
Analyse, Auswahl und Planung greifen ineinander. Die Gewichtung aus der Analyse wird in der Auswahl weiterverwendet, der Kostenrahmen beruht auf derselben Anforderungsliste. Nichts wird zweimal erhoben.
Sechs bis acht Wochen bis zur Entscheidung
Möglich wird das durch die Überlappung und dadurch, dass KI-Agenten die Recherche übernehmen. Ein Verfahren über ein halbes Jahr bewertet am Ende Release-Stände, die so nicht mehr aktuell sind.
Zwei bis drei Stunden je Fachbereich
Mehr Zeit kostet das Vorprojekt Ihre Leute nicht. Ein moderierter Termin je Bereich, der Rest entsteht auf Beraterseite. Ihre Schlüsselpersonen bleiben im Tagesgeschäft.
Unser Honorar hängt nicht am System
Wir verkaufen keine Lizenzen und erhalten keine Provisionen von ERP-Anbietern. Abgerechnet wird nach Aufwand. An welchem System Sie am Ende landen, ändert daran nichts.

Was am Ende auf dem Tisch liegt
- Kriterienkatalog mit Gewichtungen und Marktanalyse mit Long- und Shortlist
- Prozesslandkarte je Fachbereich und Bewertungsmatrix mit Fit-to-Standard-Analyse für den Favoriten
- Gesamt-IT-Architektur, Phasenplan mit Meilensteinen und Kostenrahmen mit 5-Jahres-TCO
- Risikoregister und begründete Entscheidungsvorlage für Geschäftsführung und Beirat
Alles davon geht in Ihr Eigentum über. Sie können damit ausschreiben, verhandeln und die Entscheidung begründen, auch ohne uns. Ob wir die Einführung danach begleiten, ist eine getrennte Frage und kein Teil dieser Arbeit.
Die kostenlose Online-ERP-Analyse liefert nach 8 bis 10 Minuten Fragebogen eine erste herstellerneutrale Vorauswahl von 2 bis 4 Systemen, per E-Mail und ohne Anmeldung.
Das Titelbild ist KI-generiert. Die Bewertungsmatrix und der Zeitverlauf sind eigene Darstellungen der ICB GmbH.




